Wandelkonzert „Trails of Le Va“ für Klavier und Akkordeon
21.06.2025
Am Samstag, dem 21. Juni 2025 um 18 Uhr findet im Museum Kurhaus Kleve — im Rahmen des Begleitprogramms zur Retrospektive „Barry Le Va: In a State of Flux“ — ein Wandelkonzert statt. Das Konzert wird in mehreren Räumen in der Ausstellung aufgeführt und beinhaltet sowohl die neue Komposition „Trails of Le Va“ als auch Improvisationen zu den Werken von Le Va.
Der Abend wird gestaltet vom Komponisten Heiner Frost zusammen mit den Musikern Yilin Han, Piotr Myotka und Anja Speh. Es werden Werke von Robert Schumann, Orlando Gibbons, Johann Sebastian Bach, Steve Reich, Franics Poulenc und Heiner Frost gespielt. Das Konzert wird ca. 75 Minuten dauern.
Programm „Trails of Le Va“
Robert Schumann (1810 - 1856)
Thema aus „Geistervariationen“
Orlando Gibbons (1583 - 1625)
Lord of Sailsbury Pavan
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Toccata E-Moll BWV 914
Steve Reich (*1936)
Ausschnitt aus: Piano Phases
Trails of Le Va (Improvisation I)
Yilin Han, Piotr Motyka
Schumann: Thema aus „Geistervariationen“
Francis Poulenc (1899 - 1963)
Improvisation Nr. 13 A-Moll
Trails of Le Va (Improvisation II)
Yilin Han, Piotr Mytoka, Heiner Frost
Schumann: Thema aus „Geistervariationen“
Heiner Frost (*1957)
Mataré
Trails of Le Va
Interpret:innen
Yilin Han und Piotr Motyka aus der Klasse von Grzegorz Stopa der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) wurden im Dezember 2023 in der Finalrunde der 28. Arrasate Hiria International Accordion Competition in Spanien mit den höchsten Preisen ausgezeichnet. Piotr Motyka erhielt für seine herausragende Leistung den Ersten Preis, Yilin Han wurde von der renommierten Jury mit dem Dritten Preis gewürdigt. Der Akkordeonwettbewerb in Arrasate gehört neben dem Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal in Deutschland zu den anspruchsvollsten Wettbewerben für klassisches Akkordeon weltweit.
Yilin Han und Piotr Motyka studieren derzeit für ihr Konzert-Examen im „Exzellenzstudiengang Konzertexamen” bei Prof. Mie Miki, Professorin für Akkordeon an der Folkwang Universität der Künste, und arbeiten darüber hinaus intensiv mit Prof. m.Georg-Friedrich Schenck (Robert Schumann Hochschule) zusammen.
Han und Motyka wurden in der Sparte Musik Preisträger des Folkwang Preises (2025).
„Das Konzertexamen an der Folkwang Universität der Künste hat uns Räume eröffnet, in denen sich unser musikalischer und künstlerischer Weg frei entfalten konnte. Die gemeinsame Arbeit mit Prof. Mie Miki ist dabei von besonderer Tiefe. Ihre Inspiration reicht weit über das Akkordeon hinaus und prägt unser Verständnis von Musik als lebendige und denkende Kunst.” (Han/Motyka)
Yilin Han
Yilin Han, geb.1998 in Luoyang, China, begann ihre Musikausbildung im Alter von vier Jahren. Ihr erstes Akkordeonstudium absolvierte sie an der Conservatory of Music in Tianjin in der Klasse von Prof. Na Song. Von 2020 bis 2023 setzte sie ihr Studium als Master-Studentin in der Klasse von Prof. Grzegorz Stopa an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien fort, seit 2023 absolviert sie das Konzertexamen des Exzellenzstudiengangs an der Folkwang Universität der Künste in der Klasse von Prof. Mie Miki. Inspirierende künstlerische Impulse erhielt sie insbesondere von Prof. Georg Friedrich Schenck. Solodebüts führten sie bislang an das National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Beijing sowie an weitere bedeutende Konzertsäle in China und Europa. Als Stipendiatin des Hans-Schäuble-Awards der Arosa Music Academy trat sie im Rahmen des Arosa Musik Festivals in der Schweiz auf. 2017 gewann Yilin Han den Ersten Preis des 2. Hummingbird Music Awards in China, 2018 den Grand Prix des weltweit prominentesten internationalen Wettbewerbs für klassisches Akkordeons in Klingenthal, Deutschland; 2019 erhielt sie das Sonderstipendium Steinway & Sons in China. Im Jahr 2021 veröffentlichte sie ihre erste Solo-CD. Yilin Han ist aktuell Stipendiatin der der Manfred- und Ursula Müller Stiftung und der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung.
Piotr Motyka
Piotr Motyka begann seine Ausbildung in Polen in der Akkordeonklasse von Artur Miedziński, aktuell studiert er bei Grzegorz Stopa an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Der polnische Künstler wurde bereits vielfach auf europäischen Musikbühnen ausgezeichnet: Er gewann erste Plätze bei Wettbewerben in Österreich, Deutschland, Slowakei, Tschechischen Republik, Kroatien und Litauen. 2014 veröffentlichte er sein Debütalbum. Er war mehrfacher Stipendiat des Nationalen Kinderfonds (2014—2018), erhielt 2015 das Stipendium „Junges Polen“, das an die herausragendsten jungen polnischen Künstler*innen vergeben wird, und wurde in den Jahren 2017 bis 2019 mit dem Stipendium des Präsidenten des Ministerrats Polens gefördert. 2016 gewann er den Hans-Schaeuble-Award in Rahmen von Arosa Music Academy in der Schweiz und durfte daraufhin ein Solokonzert mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt im folgenden Jahr spielen. 2018 war er Finalist beim Wettbewerb „Young Musician of the Year“, dem prominentesten polnischen Wettbewerb für Nachwuchskünstler*innen der klassischen Musik, und konzertierte mit dem Orchester Musica Viva in Moskau. 2021 gewann Piotr Motyka als Finalist des 58. Akkordeonwettbewerbs in Klingenthal, einem der renommiertesten Akkordeonwettbewerbe weltweit, den Dritten Preis. Zuletzt bezeichnete ihn die Presse infolge seines solistischen Auftritts bei der Carte Blanche á Younghi Pagh-Paan im Rahmen von Wien Modern 2021 im Wiener Konzerthaus als „famosen Akkordeonisten“.
Anja Speh
Die Pianistin Anja Speh hat an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Till Engel studiert. Während ihres Studiums gab sie regelmäßige Konzerte im Bereich Kammermusik und Liedbegleitung, darunter auch Uraufführungen Neuer Musik. Sie besuchte Meisterkurse für Kammermusik bei Prof. Wolfgang Wagenhäuser, Klavier, und Ramon Jaffè, Cello, sowie für Liedgestaltung bei dem renommierten Liedbegleiter Axel Bauni. 1995 nahm sie mit dem niederländischen Tenor Frank Fritschy eine CD mit Liedern von Ludwig van Beethoven auf. 1999 und 2004 erfolgten Aufnahmen für den Deutschlandfunk mit der Sopranistin Gesine van der Grinten. An der Musikhochschule Münster war sie von 2002 bis 2007 als Lehrbeauftragte für Liedbegleitung tätig. Seit 1997 ist sie als Korrepetitiorin für den Euregio Vokalwettbewerb tätig, seit 2003 arbeitet sie regelmäßig als Gesangskorrepetitorin an der Landesmusikakademie NRW. 2022 spielte sie verschiedene Klavierwerke von Heiner Frost für die CD „Tasten” ein.
Heiner Frost
1957 in Rees-Haldern geboren, lebt und arbeitet in Kranenburg. Sein Kompositionsstudium absolvierte er an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf bei Professor Günther Becker, das er 1986 mit dem Examen der Künstlerischen Reife abschloss. Für zahlreiche Ausstellungseröffnungen im Bereich der Bildenden Kunst schuf Frost besondere Kompositionen. In Vorbereitung zur Ausstellung Barry Le Va: In a state of Flux hat Heiner Frost – inspiriert durch die Arbeiten von Le Va – das Stück Trails of Le Va geschrieben, welches zur Eröffnung uraufgeführt wurde und für das Konzert in einer erweiterten Fassung (Uraufführung) gespielt wird.
Eintritt
Der Eintritt pro Person beträgt 10,- €, Schüler*innen und Studierende erhalten einen ermäßigten Eintritt zu je 5,- € pro Person.
Datenschutz
Auf der Eröffnung der Ausstellung werden Bild- und Tonaufnahmen gemacht, die ggf. zum Zwecke der Berichterstattung (einschließlich der sozialen Netzwerke) veröffentlicht werden. Durch Ihre Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung einverstanden.