Schriftenreihe Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung Nr. 78
Andreas Schmitten
60 Seiten im Format 16,5 x 11 cm
Softcover mit farblicher Banderole
mit zahlreichen Abbildungen in Farbe und in Schwarzweiß
Schriftenreihe Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung Nr. 78
Erscheinungsjahr 2018
ISBN 978-3-934935-87-7
Herausgeber & Anlass
Hrsg. v. Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. aus Anlass der gleichnamigen Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung (13. Mai – 26. August 2018)
Autor*innen & Texte
Grußwort von Fritz Behrens und Ursula Sinnreich, Vorwort von Harald Kunde und Textbeiträge von Valentina Vlašić („Über Andreas Schmitten im Museum Kurhaus Kleve“) und Doris Krystof („Ganz in Weiß“) sowie ein Anhang mit einem Verzeichnis der ausgestellten Kunstwerke und einem Impressum von Valentina Vlašić
Inhalt
2018 zeigte das Museum Kurhaus Kleve die erste museale Einzelausstellung des Konzeptkünstlers und Bildhauers Andreas Schmitten (*1980 Mönchengladbach). Andreas Schmitten ist für seine raumgreifenden und hochkomplexen Installationen bekannt, die sich aus einer Synthese von inhaltlicher Kraft, opulenter Ästhetik und formalem Reiz zusammensetzen. Er inszeniert Figuren, Objekte und Interieurs als lustvolle farbexplosive Bild- und Phantasiewelten.
Für die Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve ist Andreas Schmitten tief in die Historie des Gebäudes eingetaucht, das im 18. und 19. Jahrhundert als exklusives Kurhaus inmitten barocker Gärten englisches Adelshaus gleichermaßen anzog wie russische Prinzessinnen oder niederländische Landschaftsmaler. Indem er eine regelrechte Märchenwelt aus Skulpturen, Zeichnungen, Aquarellen und raumgreifenden Installationen inszenierte, wagte er sich an den selbstbewussten wie ambitionierten Versuch, das ehemalige Badehaus und -hotel wiederzubeleben.
Für Kleve kreierte Andreas Schmitten mehrere neue Skulpturen, Zeichnungen und Aquarelle, die ihre Aufstellung sogar im Außenraum des Museums erhalten. Seine höchst eleganten Skulpturen in handwerklicher Perfektion, sogenannte „Badende“, erinnern dabei zum Teil – nicht ohne eine Prise Ironie angesichts des „genius loci“ – an herkömmlich identifizierbare Objekte wie Waschbecken, Weihwasserschalen oder Urinoirs.